Gastbeitrag: Erfahrungsbericht Recallers Online Hundetraining bei Susan Garrett


Seit kurzem macht Lea, eine Welpenbesitzerin von mir, den „Recallers“ Online-Hundeschule-Kurs bei Susan Garrett – für mich die beste Hundetrainerin überhaupt. Ich habe sie gefragt, ob sie mir netterweise mal einen Erfahrungsbericht schreiben würde – was sie heute kurzfristig gemacht hat – ganz herzlichen Dank! Grund für die Eile: Susan Garrett macht ihren Kurs immer nur einmal jährlich auf. Noch bis übermorgen, 28.9. 2017, kann man sich aktuell einschreiben – vielleicht ist das ja was für den einen oder anderen Hunde- bzw. Welpenbesitzer…!

Viele Gründe für und keine Gründe gegen Recallers

Das erste Mal, dass ich von Susan Garrett gehört habe, war im März 2016, als mein Freund und ich sehnlichst darauf hofften, dass wir einen der süßen Welpen aus dem Snowleaf-C-Wurf abbekommen würden. Anja hat uns diese kanadische Trainerin empfohlen, und ich habe sie gleich gegoogelt. Die nächsten Tage und Nächte habe ich damit verbracht, wahrscheinlich jeden Blog Post von ihr zu lesen. Ihre Art, das Hundetraining nur positiv, „reinforcementbased“ und spielerisch zu gestalten, hat mich direkt überzeugt. Als es dann feststand, dass wir nicht nur irgendeinen Welpen bekommen würden, sondern die kleine Bunte, die sich von Anfang an in unser Herz gekämpft hatte, hatten wir das Riesen-Glück, dass Susan Garrett gerade ihre jährliche Recallers-Promotion-Aktion durchführte und die 4 Videos des „Critical Core Modules“ kostenlos für alle zugänglich freigestellt hatte (Recallers ist gewissermaßen das Basistraining, auf dem jede weitere Erziehung beruht). Um damals bereits damit anzufangen, hatten wir gerade nicht genügend Geld, aber unsere kleine Momo ist von Anfang an mit diesen 4 Basisspielen aufgewachsen, die ihr und unser Verständnis von einer harmonischen Mensch-Hund-Beziehung nachhaltig geprägt haben.

Knapp 1,5 Jahre später hatte ich genug Zeit damit verbracht, mir mühsam im Internet alle kostenlosen Trainingstipps von Susan Garrett zusammen zu sammeln, und so entschied ich, mich dieses Jahr tatsächlich bei Recallers anzumelden. Dieser Onlinekurs ist so viel mehr als ein Programm für den perfekten Rückruf! Es geht darum, eine phänomenale Beziehung zu deinem Hund herzustellen und somit dein Leben mit dem Hund sowie das Leben deines Hundes mit dir stressfrei, fröhlich und liebevoll zu gestalten. Der reinforcement-basierte Kurs beinhaltet neben 40 Trainingsspielen eine ganze „Library“ mit zusätzlichen Tipps und Tricks sowie eine Bonusseite, die ständig erweitert wird und viele Spezialfälle anspricht. Hier geht es um Dinge wie „Distraction Training“, das richtige Spielen und Zergeln mit dem Hund, den angemessenen Umgang mit Halftern, zusätzliche Spiele wie das Hot Zone Game und kostenlos zur Verfügung gestellte E-Books von Susan Garrett. Aber mein absolutes Highlight ist die Gruppe von Experten und Trainern, die einem zur Seite stehen. Susan und ihr Team geben dir nicht einfach 40 Spiele an die Hand und lassen dich dann allein damit, sondern du hast die Möglichkeit, dein Training auf Video aufzunehmen und dann hochzuladen, um unglaublich professionelles und hilfreiches Feedback zu bekommen. Obwohl wir regelmäßig zur Hundeschule gehen und dort zum Glück auch sehr gute TrainerInnen haben, kommt das kein bisschen an die Hilfe durch Recallers ran. Susan Garrett und ihr Team arbeiten immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und verfügen über ein kollektives Wissen, an das kaum eine einzelne Hundeschule jemals rankommen wird.

Wir sind jetzt seit etwas über einem Monat dabei und ich muss ganz ehrlich sagen, dass einzige, was ich bereue, ist, dass ich mich nicht damals in 2016 schon angemeldet habe. Hätten wir dieses Wissen und diese Trainingsspiele von Anfang an zur Hand gehabt, wären viele Probleme, die sich mit Momos Pubertätsphasen eingeschlichen haben, gar nicht erst entstanden. So klein wie Momo doch ist, ihr Temperament ist das einer ganz Großen! Wir lieben sie mit all unserem Herzen und genießen jede Sekunde mit ihr, aber sie hat von Anfang an die Grenzen ausgetestet und uns immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Als es dann in die erste Pubertät ging, fing sie an, alles bisher Gelernte nur noch in Situationen, in denen wir explizit trainiert haben, zu erinnern. Wenn man sie aber mitten auf einem Spaziergang um ein bestimmtes Verhalten bat, gab es tausend spannendere Dinge um sie herum: Oh, ein Schmetterling, oh, die Blume riecht aber gut, schau mal, da ist ja ein anderer Hund, dem muss ich unbedingt „Hallo“ sagen… Auf diese Phase waren wir vorbereitet und haben Spaziergänge explizit zu Trainingsgängen gemacht, was diese Probleme durchaus schmälerte. Als dann aber mit der zweiten Pubertät ein ausgeprägtes Angstverhalten vor allem und jedem dazu kam, waren meine Antworten so langsam ausgeschöpft. Momo hat, ohne dass sie jemals ein wirklich schlimmes Erlebnis mit Kindern oder sonst irgendjemandem hatte, Angst vor Kindern allen Alters, Fremden, Betrunkenen, lauten Leuten, komisch gekleideten oder sich merkwürdig bewegenden Leuten, Mülleimern, Staubsaugern, Föns, Gesellschaftsspielschachteln, Gittern, dem Hausmeister, unseren Nachbarn und klackernden Geräuschen entwickelt. Kurz gesagt, alles, was nicht 100 % vertraut war, wurde erst einmal misstrauisch angebellt. Dieses Verhalten hat mich ehrlich gesagt überfordert und unsere Spaziergänge zu purem Stress für uns beide werden lassen.

Obwohl ich mich, seitdem wir Momo haben, an Susan Garretts Methoden orientiert habe, reichte mein Wissen nicht, um Momo die Angst vor all diesen Dingen zu nehmen und den Aus-Knopf an dieser kleinen Bellmaschine zu finden. Aber seitdem wir Recallers machen, ist Momo nicht mehr wiederzuerkennen. Während ich hier sitze und schreibe, sind bestimmt bereits 20 Leute durch das Treppenhaus gelaufen und Momo, die früher bei jedem einzelnen davon zur Tür gelaufen wäre und ihn lautstark angekündigt hätte, liegt relaxt neben meinen Füßen und döst ein wenig. Auf Spaziergängen können wir jetzt durch gesamte Kindergarten- oder Schulklassengruppen durchgehen und sie guckt überglücklich und entspannt zu mir hoch. Letztes Wochenende waren meine Nichten zu Besuch (8 und 12 Jahre alt), vor denen Momo noch vor kurzem panische Angst hatte, und haben mit ihr das erste Mal kuscheln können. Selbst der gefürchtete Abendspaziergang im Dunklen läuft nun ohne einen einzigen Beller ab. Recallers hat mir bei all diesen Dingen in so vielerlei Hinsicht geholfen. Die Spiele haben unsere ohnehin schon sehr gute Beziehung positiv beeinflusst, sodass ich ihr nun Vertrauen und Rückhalt in fast allen Situationen schenken kann. Das neue Wissen, dass ich in mich aufgesogen habe, hat mir die Augen geöffnet und geholfen, die angesprochenen Methoden auf unsere spezifischen Situationen anzuwenden, und das Feedback zu den Trainingsvideos hat meine Selbstreflektion und Selbstwahrnehmung bei allen weiteren Trainings-/Spieleinheiten geschärft. Die gegebenen Tipps helfen mir immer wieder, in neue Richtungen zu denken und auftauchende Problemchen aus anderen Perspektiven wahrzunehmen. Ein gutes Beispiel hierfür ist mein „Crate Games“ Trainingsvideo, das ich vor ein paar Wochen hochgeladen habe. Die Kommentare von Terrie und Ulrike sind genau die Dinge, die für mich Recallers ausmachen. Das Video von uns seht ihr hier und hier, und das hier sind die Rückmeldungen, die ich teilweise noch am selben Tag auf Recallers erhalten habe:

Also falls ihr jetzt noch am Überlegen seid, ob ihr die Chance nutzen wollt, euch bis Donnerstag, den 28.09.2017, noch bei Recallers anzumelden (https://recallers.com/join-recallers-2017/), lasst euch von mir sagen, es gibt tausend Gründe dafür und meiner Meinung nach keinen einzigen dagegen! Ich wünschte mir auf jeden Fall, dass wir es schon früher gemacht hätten. Wir hatten damals gedacht, dass ja alles perfekt läuft und die kostenlos verfügbaren Tipps auf Susans Blog und auf Youtube ausreichen, aber da hat die Pubertät uns wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht! Und falls ihr noch mehr Gründe für Recallers sehen wollt, dann guckt euch doch mal die Abschlussvideos der Recallers Alumni auf Youtube an. Hier zeigen die Kursteilnehmer nach einem Jahr, wie weit sie gekommen sind und geben einem viel Hoffnung, dass man es selber auch schaffen kann!

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