Wurfplanung und Welpenaufzucht


Unseren demnächst anstehenden ersten Mini-Aussie-Wurf haben wir seit über einem Jahr sorgfältig geplant. An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein paar Informationen über unsere Vorbereitungen geben.

  • Nachdem unsere Hündin Ginny alle notwendigen und von den Zuchtverbänden MASCA und EMASCD empfohlenen bzw. verlangten Gesundheitstests bestanden hatte, haben wir uns als zweiten Schritt auf die Suche nach einem geeigneten Deckrüden gemacht. Unsere Wahl fiel auf Ghosteyes Cimarron ‘Momo’ aus Berlin. Momo ist als Therapiehund ausgebildet und passt in jeder Hinsicht hervorragend zu Ginny. Wir erwarten ganz tolle, gesunde und typvolle Welpen aus dieser Verbindung. In dem Wurf können alle Farben fallen.
  • Wie Sie sicherlich wissen, wenn Sie sich für einen Hund dieser Rasse interessieren, sind Miniature Australian Shepherds eine Variante des ‘großen’ Aussies. Sie entstammen demselben Genpool und unterscheiden sich lediglich in der Größe. Aus diesem Grund wird die derzeitige Debatte um eine FCI-Anerkennung unter dem neuen Rassenamen ‘Miniature American Shepherd’ auch sehr kontrovers geführt. Auf der Website des EMASCD, der sich ebenso wie der amerikanische Zuchtverband MASCA gegen eine AKC und/oder FCI-Anerkennung der Rasse unter anderem Namen entschieden hat, finden Sie eine Beschreibung des Rassestandards, an dem wir uns orientieren.
  • Innerhalb dieses Standards legt jeder Züchter Wert auf bestimmte individuelle Merkmale oder Linien innerhalb der Rasse. Wie bei den großen Aussies gibt es auch bei den Minis eindrucksvolle Showtypen mit z.T. prachtvollem Fell und agilere Arbeitslinien. Auch im Hinblick auf Größe und Knochenstatur unterscheiden sich einzelne Aussies erheblich: Es fallen je nach Linie kleinere, zierliche bzw. kräftigere, robuste Hunde. Wenn Sie sich das Video der berühmten Jay Sisler Aussies ansehen, so werden Sie feststellen, dass die ursprünglichen Aussies durchaus ‘knochenstark’ und dabei trotzdem extrem sportlich waren.
  • Wir haben unsere Ginny vor vier Jahren u.a. deshalb ausgesucht, weil ihre Mutter Magic und ihr Vater Sunny genau unseren Vorstellungen eines Aussies entsprechen: Sie sind wendig, ausdauernd und kräftig (aber nicht massig), haben ein ausdrucksvolles Hundegesicht und schönes (aber nicht zuviel) Fell. Vom Charakter her sind sie freundlich, fröhlich und entspannt. Größenmäßig gehören sowohl Ginny als auch der zukünftige Vater Momo eher zu den etwas größeren Minis (erlaubt sind 35-45 cm) – was vor allem in der Ausbildung den Vorteil hat, dass es rückenschonend ist ;-). Allerdings ermöglicht die Größe der Eltern noch keine sichere Aussage über die Welpen, denn sowohl Ginny als auch Momo haben in ihrem Pedigree sowohl Standard- als auch sehr kleine und zierliche (Mini- bzw. sogar Toy-)Aussies. Von Ginnys Wurfgeschwistern z.B. waren sechs deutlich unter 40 cm/10 kg. Es bleibt also spannend!
  • In den rund 4 Monaten der Wurfvorbereitung, Trächtigkeit und Welpenaufzucht kümmern wir uns rund um die Uhr liebevoll um Hündin und Welpen, die bei uns im Haus aufwachsen. Die ersten zwei bis drei Wochen verbringen die Hundebabys in der selbst gebauten Wurfkiste im Gästezimmer, wo auch einer von uns übernachtet. Sobald die Welpen Augen und Ohren geöffnet haben, dürfen sie erst den heugedeckten Welpenauslauf und danach schrittweise Haus und Garten erkunden. Da wir einen Naturgarten mit Teich, Kies, Abböschungen, Findlingen und Bäumen haben, wird es der Meute sicher nicht langweilig werden. Jeden Tag wird ein anderer Bereich des Gartens freigegeben. Zudem werden wir sukzessive unterschiedliche Welpen-Spielgeräte anbieten: Seile, Kletterkisten, Tunnel, Schaukelbretter, flatternde Bänder, Bälle etc.
  • Etwa ab der  4. Woche freuen wir uns dann auch über Besucher, die allerdings wegen des noch nicht ausgereiften Immunsystems der Welpen eine Hände- und Schuh-Desinfektion über sich ergehen lassen müssen. In dieser Zeit lernen die Welpen andere Haustiere kennen und werden stundenweise einzeln ins Haus geholt, wo sie mit typischen Haushaltsgeräuschen und Situationen wie Staubsauger, klappernden Töpfen oder dem Telefon konfrontiert werden. Auch Autofahren und eine Box lernen sie kennen.
  • Bis zur 9. Lebenswoche sind die Welpen bestens sozialisiert (auch mit Kindern!), mehrfach entwurmt, geimpft und gechipt und haben eine Augenuntersuchung vom DOK-Facharzt, sodass sie dann mit Welpenmappe, Papieren, einem nach Mama und Wurfgeschwistern duftenden Spieltuch und einigen Rationen Futter ausgerüstet zu ihren neuen Familien/Besitzern umziehen können. In dieser Phase – bis zur 12. Lebenswoche – sind Welpen besonders empfänglich für neue, prägende Eindrücke. Es ist daher wichtig, dass die frischgebackenen Hundebesitzer die von uns begonnene Sozialisierung und Ausbildung der Welpen fortführen. Mini-Aussies sind intelligente Hunde mit schneller Auffassungsgabe, die gerade darum eine konsequente und liebevolle Erziehung sowie regelmäßige Beschäftigung brauchen. Das heißt keineswegs, dass man sie andauernd bespaßen muss – aber ein Spaziergang täglich um den Block tut es auch nicht.
  • Selbstverständlich stehen wir den frischgebackenen Hundebesitzern auch über diese erste Zeit mit ihren Welpen hinaus mit Rat und Tat zur Seite und freuen uns, wenn wir unsere Nachzucht bei hoffentlich regelmäßigen Welpentreffen wiedersehen!
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